Historie

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

 

Die Entwicklung der modernen Spektralphotometer vom Typ SP1A der Dr. Schulz & Partner GmbH nahm ihren Anfang im Jahre 1978. Mitarbeiter von S&P, die damals im Meteorologischen Observatorium Lindenberg tätig waren, begannen zu dieser Zeit gemeinsam mit weiteren Fachleuten mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der spektralen Sonnen- und Himmelsstrahlungsmessung. Es entstanden die ersten Spektralphotometer der Typen BAS (Boden-Atmosphären-Spektrometer), die ein motorgetriebenes Filterrad besaßen. Die Messwerte wurden mit einem separaten Digitalvoltmeter erfasst und manuell notiert. In dieser Zeit konnte bei vielen internationalen Messeinsätzen eine große Menge an Erfahrungen auf dem Gebiet der spektralen Strahlungsmessung in der Atmosphäre gesammelt werden.
Im Jahr 1984 wurde die Kopplung eines BAS-Photometermesskopfes mit einem Mikrorechner auf der Basis eines Z80 Mikroprozessors realisiert. Rechner und Stromversorgung mussten dabei in jeweils einer Transportkiste von 0,6m x 0,3m x 0,4m untergebracht werden. Dieses Sonnenphotometer wurde mit großen Erfolg in einem 6 Monate dauernden Einsatz 1984/85 in der Antarktis getestet. Die Ergebnisse konnten in verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen publiziert werden.
1989 wurde begonnen eine Schnittstelle zwischen dem Photometermesskopf und Personalcomputer zu entwickeln. Diese Entwicklung endete jedoch 1990, als der Deutsche Wetterdienst das Observatorium Lindenberg übernahm.
Karl H. Schulz gründete 1991 mit zwei e
hemaligen Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung des Observatoriums die Dr. Schulz & Partner GmbH, in der sie 1992 die abgebrochenen Entwicklungsarbeiten zu den Spektralphotometern fortsetzten. Auf der Grundlage der langjährigen Erfahrungen wurden die Entwicklungsarbeiten am Schnittstellenmodul wieder aufgenommen.
1993 erfolgte dann die Herstellung der ersten Serie von halbautomatischen Spektralphotometern SP2H, die mit zwei Filterrädern ausgerüstet waren, welche insgesamt 14 Einzelfilter aufnehmen konnten. Die Filterräder wurden zwar manuell betätigt aber die Datenerfassung erfolgte über das Schnittstellenmodul automatisch.
Im Jahre 1994 war die Entwicklung des vollautomatisch arbeitenden Spektralphotometers SP1A, das zunächst mit einem optischen Kanal zur Messung von Strahldichten mit einem 1°-Objektiv ausgerüstet war, abgeschlossen. Im Folgejahr konnte der zweite optische Kanal, der einen Streuscheibensensor zur spektralen Bestrahlungsstärkemessung besitzt, in das Spektralphotometer integriert werden.
Gleichzeitig entstand die Nachführeinheit SPTR, mit der die automatische und programmgesteuerte Verfolgung der Sonne möglich ist. Durch die Kopplung von SPTR und SP1A entstand ein Messsystem, welches im vollautomatischen und autonomen Betrieb, der Voraussetzung für den Einsatz als Routinemessgerät, arbeiten kann.
Der große Empfindlichkeitsbereich der Spektralphotometer SP1A und SP2H gestattet sowohl die Verwendung der Sonne als auch des Mondes als extraterrestrische Strahlungsquelle für die Messungen.
Um auch Fixsterne nutzen zu können wurde 1995-1997 ein Spektralphotometer mit noch größerer Empfindlichkeit, ein sogenanntes Sternphotometer entwickelt und in den Routinebetrieb an einer Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung auf Spitzbergen eingeführt. Die dabei gesammelten Erfahrungen führten in den folgenden Jahren zu weiteren Verbesserungen der Messsysteme.
Seit 2007 wird eine neue Generation von spektralen Messgeräten für die Aerosolforschung angeboten. Das Sternphotometer STAR 03 ist das jüngste Produkt von S&P. Das Sonnenphotometer SP1A und das Nachführsystem SPTRV5 gehören zu der Palette innovativer Produkte von S&P.
Die umfangreichen Erfahrungen der Mitarbeiter von S&P und ihre ständigen Kontakte zu Fachleuten aus aller Welt bieten die Gewähr, dass auch neueste Forschungsergebnisse in die Steuer- und Auswertealgorithmen für die Spektralphotometer von S&P einfließen.